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Angesichts der guten konjunkturellen Lage denken viele Firmen daran zu expandieren. In den meisten Fällen bleibt den Firmen, trotz des sehr großen Leerstandes von vorhandenen Gewerbeimmobilien, nur ein Neubau. Denn der Immobilienbestand passt häufig nicht zu den heutigen Anforderungen. Einerseits sind beim Kauf einer Bestandsimmobilie die Betriebsabläufe nicht optimal umzusetzen und andererseits die Betriebskosten zu hoch. Aber was ist hinsichtlich der hohen Investitionskosten bei einem Neubau sinnvoll? Und welche Möglichkeiten bestehen, die Investitions- und Folgekosten bei Neuimmobilien wirtschaftlich und wertstabil zu gestalten? Denn: Gewerbebau bedeutet heute, eine Vielzahl von Anforderungen mit funktionalen, wirtschaftlichen und energetischen Aspekten zu kombinieren.
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) definiert Mindest- standards für neue Gebäude hinsichtlich der Dämmeigenschaften und der Qualität der Anlagentechnik. Nach dieser Definition wird heute gebaut. Aber ist dies der Stand der Technik und ist dies wirtschaftlich?
Der Stand der Technik ist der Passivhausstandard. Gebäude dieser Art kommen z.B. ohne herkömmliche Heizungen aus, werden ständig durch eine kontrollierte Belüftung mit frischer Luft versorgt und benötigen etwa 90% weniger Betriebskosten als Gebäude nach EnEV. Durch die ständige Frischluftversorgung steigt die Konzentrationsfähigkeit und folglich die Arbeitsleistung derer, die in einem derartigen Gebäude arbeiten. In energiesparender Hinsicht birgt der Passivhausstandard das größte Potential.
Aber wie steht es mit der Wirtschaftlichkeit? Häufig wird dieser Baustandard in letzter Konsequenz teuer geredet und als unwirtschaftlich abgetan. Das ist nicht der Fall! Die Wirtschaftlichkeit von Gewerbebauten mit diesem Baustandard ist vorhanden.
Hierzu ein Beispiel, bei deren Erarbeitung man von folgenden Bedingungen ausgegangen ist: • Bürogebäude mit einer Fläche von 700 m² • Baukosten für den Passivhausstandard 644.000,- € • Baukosten für den EnEV-Standard 490.000,- € • Zinssatz 5% Energiekostensteigerung pro Jahr 8% (in den letzten 5 Jahren Energiekostensteigerung pro Jahr von 22%) • Primärenergieträger Erdgas • Berücksichtigt wurde der monatliche Abtrag und die Betriebskosten
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